Das Magenlymphom ist die zweithäufigste Ursache gastrischer Malignome (2-8%) und die häufigste primäre Lymphom-Lokalisation des Gastrointestinaltrakts. Die überwiegende Mehrheit sind Non-Hodgkin-Lymphome, wobei die häufigsten Subtypen das diffuse großzellige B-Zell-Lymphom (DLBCL) und das Mukosa-assoziierte lymphoide Gewebe (MALT)-Lymphom sind. Der charakteristischste bildgebende Befund ist diffuse oder segmentale Magenwandverdickung mit Erhaltung der perigastrischen Fettebenen; dieses Merkmal ist der wichtigste Differenzierungsbefund zum Adenokarzinom.
Altersbereich
40-80
Häufigkeitsalter
60
Geschlecht
Mannlich dominant
Prävalenz
Selten
Das Magen-MALT-Lymphom entwickelt sich durch chronische antigene Stimulation durch Helicobacter-pylori-Infektion, die Mukosa-assoziierte lymphoide Gewebe (MALT)-Proliferation auslöst; daher kann H.-pylori-Eradikation die primäre Therapie beim Frühstadium-MALT-Lymphom sein. DLBCL kann sich durch Transformation aus MALT-Lymphom oder de novo entwickeln; es hat einen aggressiveren Verlauf und erfordert Chemoimmuntherapie. Lymphomzellen infiltrieren die Magenwand transmural, breiten sich aber im Gegensatz zum Adenokarzinom aus, ohne das Stroma zu zerstören; daher bleiben perigastrische Fettebenen erhalten. Die submuköse Ausbreitung des Lymphoms verursacht Wandverdickung bei Erhaltung der Magenlumen-Flexibilität.
Der charakteristischste und unterscheidende Befund des Magenlymphoms ist die Erhaltung der perigastrischen Fettebenen trotz signifikanter Magenwandverdickung. Dieser Befund reflektiert die Eigenschaft des Lymphoms, ohne Zerstörung des Stromas zu infiltrieren, und ist das wertvollste Kriterium zur Differenzierung vom Adenokarzinom.
Berichtssatz
In der arteriellen Phase zeigt sich eine [X] mm diffuse/segmentale Wandverdickung mit homogener, mäßiger Kontrastmittelaufnahme in der [Lokalisation] Magenwand.
Berichtssatz
In der portalvenösen Phase ist die Magenwandverdickung deutlicher mit erhaltenen perigastrischen Fettebenen, begleitet von retroperitonealer Lymphadenopathie.
Berichtssatz
In der Spätphase zeigt sich progressive Kontrastmittelaufnahme in der Magenwandverdickung; peritoneale oder Dünndarmbeteiligung sollte beurteilt werden.
Berichtssatz
In der MRT zeigt sich eine diffuse Wandverdickung der Magenwand, leicht hyperintens in T2w mit signifikanter Diffusionsrestriktion in der DWI, vereinbar mit Lymphom.
Berichtssatz
Im PET-CT zeigt sich eine intensive/mäßige FDG-Aufnahme mit SUVmax: [X] in der Magenwandverdickung, vereinbar mit Lymphom.
Berichtssatz
In der Bariumuntersuchung zeigen sich diffuse Verdickung der Magenfalten und noduläre Füllungsdefekte, mit erhaltener Lumendurchgängigkeit vereinbar mit Lymphom.
Kriterien
MALT-Lymphom ist ein indolentes Lymphom assoziiert mit H. pylori. Im CT zeigt es leichte-mäßige Wandverdickung oder oberflächliche Mukosaverdickung. PET-CT FDG-Aufnahme kann niedrig sein (falsch-negativ). H.-pylori-Eradikation kann 60-90% Komplettremission erreichen.
Unterscheidungsmerkmale
Kriterien
DLBCL ist der häufigste Subtyp des Magenlymphoms mit aggressivem Verlauf. Im CT erscheint es als prominente Wandverdickung, polypoide Masse oder ulzerative Läsion. PET-CT zeigt hohe FDG-Aufnahme (SUVmax >10). R-CHOP-Chemotherapie ist die Standardbehandlung.
Unterscheidungsmerkmale
Kriterien
Mantelzelllymphom ist im Magen selten, aber bei GI-Beteiligung ist das 'lymphomatöse Polyposis'-Muster (multiple polypoide Läsionen) charakteristisch. Im CT werden multiple polypoide Füllungsdefekte beobachtet. Meist Teil einer systemischen Erkrankung, isolierte gastrische Beteiligung ist selten.
Unterscheidungsmerkmale
Unterscheidungsmerkmal
Unterscheidungsmerkmal
Unterscheidungsmerkmal
Unterscheidungsmerkmal
Dringlichkeit
Management
Biopsie
Nicht erforderlichNachsorge
MALT-Lymphom kann durch H. pylori-Eradikation behandelt werden (niedriggradig). DLBCL erfordert Chemotherapie (R-CHOP). Das Magenlymphom hat generell eine bessere Prognose als das Magenkarzinom.