Metastasen im Magen bezeichnen die Ausbreitung anderer primärer maligner Tumoren in den Magen und machen etwa 2% aller gastrischen Malignome aus. Die häufigsten Primärtumoren, die in den Magen metastasieren, sind Mammakarzinom (besonders lobulärer Typ), malignes Melanom, Lungenkarzinom, Ovarialkarzinom und Nierenzellkarzinom. Die Ausbreitung kann hämatogen, lymphatisch, durch direkte Invasion oder peritoneale Dissemination erfolgen. In der Bildgebung präsentiert sie sich als submuköse Knoten (hämatogen), diffuse Wandverdickung (Linitis-plastica-artig, besonders Mamma-lobuläres Karzinom) oder serosale Implantate (peritoneale Ausbreitung).
Altersbereich
40-80
Häufigkeitsalter
60
Geschlecht
Gleich
Prävalenz
Selten
Metastasen im Magen erfolgen über vier Hauptwege: (1) Hämatogene Ausbreitung — der häufigste Weg, bei dem Melanom, Lungen-, Mamma- und Nierenkarzinome sich in der gastrischen Submukosa ansiedeln. (2) Lymphatische Ausbreitung — Mamma- und Lungenkarzinome infiltrieren die Magenwand über Lymphkanäle. (3) Direkte Invasion — Pankreas-, Kolon- oder retroperitoneale Tumoren können direkt die Magenwand invadieren. (4) Peritoneale Dissemination — Ovarial-, Kolon- und Pankreaskarzinome implantieren auf der gastrischen Serosa. E-Cadherin-Verlust beim Mamma-lobulären Karzinom erzeugt dasselbe infiltrative Muster wie gastrisches diffuses Adenokarzinom mit Linitis-plastica-artigem Erscheinungsbild.
Der charakteristischste Befund hämatogener Metastasen im Magen (besonders Melanom) sind submuköse Knoten mit zentraler Ulzeration. In der Bariumuntersuchung als 'Bull's-eye'- oder 'Target'-Läsionen sichtbar. Im CT als zentrale Hypodensität/Ulzeration umgeben von kontrastmittelanreicherndem Ring.
Berichtssatz
In der arteriellen Phase zeigen sich kontrastmittelanreichernde submuköse Knoten von [X] mm in der Magenwand, vereinbar mit Metastasen bei bekanntem [Primärtumor].
Berichtssatz
In der portalvenösen Phase zeigen sich diffuse Magenwandverdickung und Fettebenenauslöschung, vereinbar mit metastatischer Erkrankung zusammen mit Lebermetastasen und peritonealen Knoten.
Berichtssatz
In der Spätphase zeigt sich progressive Kontrastmittelaufnahme in der Magenwandverdickung, vereinbar mit metastatischer Infiltration bei bekanntem Mammakarzinom.
Berichtssatz
In der MRT zeigen sich T1w-hyperintense submuköse Knoten in der Magenwand, vereinbar mit Melanommetastasen / diffuse T2w-hyperintense Verdickung und Diffusionsrestriktion vereinbar mit metastatischer Infiltration.
Berichtssatz
Im PET-CT zeigt sich FDG-Aufnahme mit SUVmax: [X] in der Magenwand, vereinbar mit Metastasen bei bekanntem [Primärtumor].
Berichtssatz
In der Bariumuntersuchung zeigen sich multiple 'Bull's-eye'-Läsionen in der Magenwand, vereinbar mit metastatischer Erkrankung.
Kriterien
Malignes Melanom ist einer der häufigsten Tumoren, die in den GI-Trakt metastasieren und präsentiert sich im Magen typisch als multiple submuköse Knoten. Klassische 'Bull's-eye'-Läsionen. In der MRT zeigen melanotische Läsionen hyperintenses T1w-Signal (pathognomonisch).
Unterscheidungsmerkmale
Kriterien
Mamma-lobuläres Karzinom ist der häufigste metastatische Tumor, der Linitis-plastica-artige diffuse gastrische Infiltration verursacht. Es zeigt diffuses infiltratives Wachstum durch E-Cadherin-Verlust. Immunhistochemie (GATA3+, ER+, E-Cadherin-) ist kritisch für die Differentialdiagnose.
Unterscheidungsmerkmale
Kriterien
Lungenkarzinommetastasen erscheinen im Magen typisch als submuköse Knoten oder polypoide Läsionen. Kleinzelliges Lungenkarzinom kann auch diffuse Infiltration verursachen.
Unterscheidungsmerkmale
Unterscheidungsmerkmal
Unterscheidungsmerkmal
Unterscheidungsmerkmal
Unterscheidungsmerkmal
Dringlichkeit
Management
Biopsie
Nicht erforderlichNachsorge
Magenmetastasen zeigen eine fortgeschrittene Erkrankung an und erfordern systemische Therapie. Die Identifizierung des Primärtumors ist für die Therapieplanung essenziell. Palliative Intervention kann bei Obstruktion oder Blutung erforderlich sein.