Das Omentallipom ist ein benigner mesenchymaler Tumor, der sich im großen oder kleinen Omentum entwickelt. Es besteht aus reifen Fettzellen und ist eine gekapselte, gut abgrenzbare Raumforderung. Omentallipome sind selten und gewöhnlich asymptomatisch, zufällig entdeckt. Sie können große Ausmaße erreichen (>10 cm) und durch Masseneffekt Bauchschmerzen oder Darmobstruktion verursachen. Im CT ist eine gut abgrenzbare Raumforderung mit homogener Fettdichte (-80 bis -120 HU) diagnostisch. Bei dünnen Septen oder minimaler Weichgewebekomponente sollte ein Liposarkom in der Differentialdiagnose erwogen werden.
Altersbereich
30-70
Häufigkeitsalter
55
Geschlecht
Gleich
Prävalenz
Selten
Das Omentallipom entsteht durch klonale Proliferation reifer Adipozyten aus mesenchymalen Stammzellen im Omentum. Genetisch wird häufig eine HMGA2-Genumlagerung in der Chromosomenregion 12q13-15 nachgewiesen. Der Tumor ist eine langsam wachsende, gut vaskularisierte, gekapselte Raumforderung. Die Kapsel besteht aus einem dünnen fibrösen Band. Homogene Fettdichte im CT reflektiert die nahezu ausschließliche Zusammensetzung aus reifen Adipozyten. Lipome zeigen keine maligne Transformation; bei dicken Septen (>2 mm), nodulären Weichgewebekomponenten oder anreichernden Arealen sollte ein gut differenziertes Liposarkom erwogen werden.
Gut abgrenzbare, gekapselte Raumforderung mit homogener Fettdichte (-80 bis -120 HU) im CT — diagnostisch für Lipom bei Fehlen von Weichgewebekomponente oder Anreicherung.
Gut abgrenzbare, ovale oder lobulierte Raumforderung mit homogener Fettdichte (-80 bis -120 HU) im Omentum im Nativ-CT. Keine Weichgewebedichte, Kalzifikation oder Anreicherung innerhalb der Raumforderung. Dünne Septen (<2 mm) können vorhanden sein, reichern aber nicht an.
Berichtssatz
Eine gut abgrenzbare Raumforderung mit homogener Fettdichte im Omentum wird beobachtet, vereinbar mit einem Omentallipom.
Keine Anreicherung im Lipom nach Kontrastmittel — Raumforderung behält Fettdichte. Minimale Anreicherung kann in dünnen Septen oder Kapsel gesehen werden, aber keine solide anreichernde Komponente ist vorhanden.
Berichtssatz
Keine Anreicherung in der Raumforderung nach Kontrastmittel wird beobachtet, vereinbar mit einem benignen Lipom.
Homogenes hyperintenses Signal in T1-gewichteten Bildern — isointens mit subkutanem Fett. Homogener Signalverlust in fettunterdrückten Sequenzen (STIR, Fat-Sat) — bestätigt den Fettgehalt. Chemical-Shift-Artefakt kann an den Rändern sichtbar sein.
Berichtssatz
Die Raumforderung zeigt T1-Hyperintensität mit homogenem Signalverlust in fettunterdrückten Sequenzen, was den makroskopischen Fettgehalt bestätigt; vereinbar mit Omentallipom.
Homogene hyperechogene oder isoechogene (mit umgebendem Fett) gut abgrenzbare ovale Raumforderung im B-Mode-US. Raumforderung kann komprimierbar sein und zeigt keinen posterioren Schallschatten.
Berichtssatz
Eine homogene hyperechogene, gut abgrenzbare Raumforderung im Oomentalbereich wird beobachtet, vereinbar mit Omentallipom.
Kein intravoxeler Signalabfall in der Opposed-Phase in der chemischen Verschiebungsbildgebung — Lipom enthält makroskopisches Fett, kein intrazelluläres mikroskopisches Fett. India-Ink-Artefakt kann an der Massen-Gewebegrenze sichtbar sein.
Berichtssatz
Kein intravoxeler Signalabfall innerhalb der Raumforderung in der chemischen Verschiebungsbildgebung, was den makroskopischen Fettgehalt bestätigt und mit der Lipomdiagnose vereinbar ist.
Dünne, glatt konturierte fibröse Kapsel um die Raumforderung. Kapseldicke gewöhnlich <2 mm, kann minimale Anreicherung zeigen. Kapsel trennt die Raumforderung klar vom umgebenden Oomentalfett.
Berichtssatz
Eine dünne fibröse Kapsel um die Raumforderung wird beobachtet, vereinbar mit einem gut abgrenzbaren benignen Lipom.
Kriterien
Homogene Fettdichte, dünne Kapsel, keine Weichgewebekomponente
Unterscheidungsmerkmale
Diagnose definitiv — keine Nachsorge oder Biopsie nötig; Exzision wenn symptomatisch
Kriterien
Größe >10 cm; homogene Fettdichte erhalten, aber Liposarkomausschluss kann wegen Größe nötig sein
Unterscheidungsmerkmale
Masseneffekt und Darmverdrängung; Größe allein ist kein Malignitätsindikator — Lipom wenn keine Weichgewebekomponente
Kriterien
Dünne fibröse Septen in Fettdichte (Fibrolipom) oder kleine vaskuläre Strukturen (Angiolipom)
Unterscheidungsmerkmale
Leicht heterogenes Erscheinungsbild; minimale Anreicherung; Septendicke (<2 mm) und Anreicherungsmuster kritisch für Differenzierung vom Liposarkom
Unterscheidungsmerkmal
Liposarkom zeigt dicke Septen (>2 mm), solide anreichernde noduläre Komponenten und heterogene Dichte; diese fehlen beim Lipom
Unterscheidungsmerkmal
Omentales Lymphangiom zeigt zystische Strukturen mit Wasserdichte; Lipom zeigt homogene Fettdichte
Unterscheidungsmerkmal
Mesenteriale Pannikulitis zeigt diffuse Fettinfiltration und Fat-Ring-Zeichen; Lipom ist eine gut abgrenzbare fokale Raumforderung
Unterscheidungsmerkmal
Omentuminfarkt zeigt Dichteerhöhung im Fett (-40 bis -80 HU) und entzündlichen Halo; Lipomdichte ist homogen -80 bis -120 HU
Dringlichkeit
routineManagement
conservativeBiopsie
Nicht erforderlichNachsorge
no-follow-upDas Omentallipom ist ein benigner Tumor und die CT-Diagnose ist definitiv — keine Biopsie nötig. Keine Behandlung oder Nachsorge bei asymptomatischen Fällen. Chirurgische Exzision bei symptomatischen Fällen.
Omentale Lipome sind benigne Läsionen, die in der Regel keine Behandlung erfordern. Das Fehlen einer Weichteilkomponente sollte bestätigt werden, um ein Liposarkom auszuschließen. Bei symptomatischen oder wachsenden Läsionen kann eine chirurgische Resektion durchgeführt werden.