Das spinale Meningeom ist ein intraduraler extramedullärer benigner Tumor, der von Arachnoidea-Deckzellen (Meningothelzellen) ausgeht. Es macht 25-30 % aller spinalen Tumoren und 40-50 % der intraduralen extramedullären Tumoren aus. Es ist bei Frauen 4-9 mal häufiger, teilweise durch Hormonrezeptorpositivität erklärt. Thorakale Region ist häufigste Lokalisation (80 %). WHO Grad I Meningeome machen >90 % aus und chirurgische Resektion ist kurativ. Langsames Wachstum verursacht progressive Myelopathie. Im MRT sind T1-isointenses, T2-isointenses bis leicht hyperintenses Signal, intensive homogene Anreicherung und Dural-Tail-Zeichen charakteristisch. Verkalkung in 25 % der Fälle.
Altersbereich
40-80
Häufigkeitsalter
60
Geschlecht
Weiblich dominant
Prävalenz
Selten
Das spinale Meningeom entsteht durch neoplastische Proliferation von Deckzellen (arachnoideale Meningothelzellen). Der Tumor bildet eine breitbasige Adhäsion mit der Dura und wächst extra-axial — verdrängt das Myelon ohne Invasion. Psammomkörper (konzentrische Verkalkungslamellen) verursachen Verkalkung im CT. Intensive homogene Anreicherung reflektiert das reiche vaskuläre Netzwerk. Das Dural-Tail-Zeichen reflektiert reaktive vaskuläre Kongestion und meningotheliale Proliferation entlang der Dura.
Enhancement entlang der Dura ausgehend von der Tumorbasis ist der klassische Befund des Meningeoms. In 60 % enthält er nur reaktive vaskuläre Kongestion, 40 % haben mikroskopische Tumorausbreitung.
Intensive und homogene Anreicherung im kontrastmittelverstärkten MRT ist der charakteristischste Befund des spinalen Meningeoms. Enhancement entlang der Dura (Dural-Tail-Zeichen) begleitet. Enhancement ist generell homogen — Nekrose oder zystische Degeneration ist selten.
Berichtssatz
Intradurale extramedulläre Raumforderung mit intensiver homogener Anreicherung und Dural-Tail-Zeichen, vereinbar mit spinalem Meningeom.
T2-Signal isointens oder leicht hyperintens zum Myelon ist typisch für Meningeom. Kalkifiziertes Meningeom kann T2-hypointense Bereiche zeigen. Wichtiger Unterschied zur deutlichen T2-Hyperintensität des Schwannoms.
Berichtssatz
Intradurale extramedulläre Raumforderung mit T2-Signal isointens zum Myelon, zugunsten eines Meningeoms.
Verkalkung in 25 % im CT sichtbar — pathologisches Korrelat der Psammomkörper. Breite durale Basis und gut definierte intraspinale Raumforderung. CT allein ist nicht diagnostisch, aber der MRT bei Verkalkungsdetektion überlegen.
Berichtssatz
Verkalkte intraspinale Raumforderung mit breiter duraler Basis im CT, vereinbar mit spinalem Meningeom.
T1-Signal isointens zum Myelon ist typisch für Meningeom. Myelonähnliches Signal reflektiert homogene zelluläre Struktur.
Berichtssatz
Intradurale extramedulläre Raumforderung isointens zum Myelon auf T1.
Liquorraum (CSF-Cleft/Cap-Sign) ist zwischen Masse und Myelon bei intraduralen extramedullären Läsionen sichtbar. Dieser Befund zeigt, dass die Masse intradural aber extramedullär ist — kritischer Hinweis zur Differenzierung von intramedullären Massen.
Berichtssatz
T2-hyperintenser Liquorraum (CSF-Cap-Sign) zwischen Masse und Myelon, unterstützt intradurale extramedulläre Lage.
Kriterien
WHO Grad I, lobuläres Muster, undeutliche Zellgrenzen, Wirbel-Strukturen
Unterscheidungsmerkmale
Häufigster histologischer Typ; typische homogene Anreicherung und T2-Isointensität; weniger Verkalkung; exzellente Prognose
Kriterien
WHO Grad I, reichlich Psammomkörper (Verkalkung), fibröses Stroma
Unterscheidungsmerkmale
Prominente Verkalkung — hyperdens im CT; T2-hypointense Bereiche im MRT; häufiger bei spinalem Meningeom; harte Konsistenz bei Chirurgie
Kriterien
Erhöhte mitotische Aktivität (≥4 Mitosen/10 HPF) oder 3+ atypische Merkmale
Unterscheidungsmerkmale
Selten in spinaler Lokalisation (5 %); heterogenere Anreicherung, prominenteres peritumorales Ödem, erhöhtes Rezidivrisiko (30-40 %); adjuvante Radiotherapie sollte erwogen werden
Unterscheidungsmerkmal
Schwannom zeigt deutliche T2-Hyperintensität, heterogene Anreicherung, Kapsel und Foraminalextension (Dumbbell). Meningeom zeigt T2-Isointensität, homogene Anreicherung, Dural-Tail und breite durale Basis.
Unterscheidungsmerkmal
Metastasen sind meist multipel, irregulär begrenzt und mit Knochendestruktion assoziiert. Meningeom ist intradural extramedullär, solitär, gut definiert und verursacht keine Knochendestruktion.
Unterscheidungsmerkmal
Meningeom kann Verkalkung (25 %) im CT zeigen, Verkalkung beim Schwannom selten. Neuroforamenerweiterung ist typischer CT-Befund beim Schwannom, nicht beim Meningeom.
Dringlichkeit
routineManagement
surgicalBiopsie
Nicht erforderlichNachsorge
12-monthSpinales Meningeom ist ein WHO Grad I benigner Tumor, chirurgische Resektion ist die Standardbehandlung. Simpson Grad I-II Resektion ist kurativ mit 5-10 % Rezidivrate. Bei NF2-Patienten genetische Beratung empfohlen.
Das spinale Meningeom ist ein benigner (WHO Grad I) Tumor und die chirurgische Resektion ist kurativ. Es wächst langsam und kann eine progressive Myelopathie verursachen. Simpson-Grad-I-II-Resektion ist die Standardbehandlung. Rezidivrate ist niedrig (5-10 %). Bei NF2-Patienten können multiple spinale Meningeome auftreten.