Die subglottische Stenose ist eine konzentrische oder asymmetrische Verengung der Atemwege auf Höhe des Ringknorpels (direkt unterhalb der Stimmlippen). Die häufigste Ursache ist prolongierte endotracheale Intubation (90%) — der Tubusdruck auf den Ringknorpel führt zu mukosaler Ischämie, Ulzeration, Granulationsgewebebildung und letztlich Fibrose. Die kongenitale subglottische Stenose ist bei Neugeborenen selten. Unter den Autoimmunursachen ist die GPA (Granulomatose mit Polyangiitis, früher Wegener) eine wichtige Differentialdiagnose. CT zeigt konzentrische Wandverdickung und Lumenverengung; MRT zeigt niedrigsignaliges Fibrosegewebe im T2.
Altersbereich
0-70
Häufigkeitsalter
40
Geschlecht
Weiblich dominant
Prävalenz
Selten
Bei der erworbenen subglottischen Stenose übt der Endotrachealtubus kontinuierlichen Druck auf die Schleimhaut im engsten Teil des Ringknorpels aus (subglottischer Bereich 15-20mm Durchmesser bei Erwachsenen). Wenn dieser Druck die lokale Kapillarperfusion übersteigt (>30 mmHg), beginnt ischämische Nekrose. Nekrotische Mukosa ulzeriert und Granulationsgewebe entwickelt sich auf der freiliegenden Knorpeloberfläche. Wenn das Granulationsgewebe reift, bilden sich Fibrose und Narbengewebe — Kollagenfasern organisieren sich konzentrisch zu einem fibrotischen Ring, der das Lumen verengt. In fortgeschrittenen Fällen kann auch der Knorpel vom fibrotischen Prozess betroffen sein — Knorpelresorption oder -deformität kann auftreten. In der Bildgebung: reife Fibrose hat niedrigen Wassergehalt und zeigt niedriges Signal im T2 (Kollagen hat kurzes T2); im CT erscheint fibrotisches Gewebe als konzentrische Verdickung mit Weichteildichte und minimaler Anreicherung (niedrige Vaskularität). Aktives Granulationsgewebe zeigt hohes Signal im T2 und prominente Anreicherung — diese Unterscheidung ist wichtig für die Beurteilung des Therapieansprechens.
Konzentrische Lumenverengung auf Ringknorpelebene in koronarer Reformation — 'Sanduhr'-Erscheinung. Während normaler subglottischer Raum > interglottisches Lumen, wird bei Stenose der subglottische Raum zum engsten Punkt.
Im kontrastmittelverstärkten CT konzentrische Weichteilverdickung und Atemwegslumenverengung auf Ringknorpelebene. Die verdickte Wand kann glatte oder irreguläre Konturen haben. Die Stenoselänge kann in der koronaren Reformation gemessen werden (kurzes vs. langes Segment). Anreicherung ist minimal (reife Fibrose) oder prominent (aktive Granulation). Cotton-Myer-Grading basiert auf dem Prozentsatz der Lumendurchmesserverengung.
Berichtssatz
Konzentrische Weichteilverdickung und Atemwegslumenverengung auf Ringknorpelebene. Die Stenosesegmentlänge beträgt ca. __ mm mit residuellem Lumendurchmesser von __ mm (Cotton-Myer Grad __). Anreicherung ist [minimal/prominent]. Vereinbar mit subglottischer Stenose.
In MRT-T2-gewichteten Sequenzen, wenn subglottische Verdickung niedriges Signal zeigt, spricht es für reife Fibrose (Kollagen); wenn hohes Signal, spricht es für aktives Granulationsgewebe. Diese Unterscheidung ist in der STIR-Sequenz deutlicher. In postkontrastmittelverstärkten Sequenzen zeigt aktive Granulation prominente Anreicherung, während reife Fibrose minimal anreichert. Diese MRT-Befunde leiten die Behandlungsstrategie.
Berichtssatz
Die subglottische Verdickung zeigt [niedriges Signal — vereinbar mit reifer Fibrose / hohes Signal — vereinbar mit aktiver Granulation] im MRT T2. Anreicherung in postkontrastmittelverstärkten Sequenzen ist [minimal/prominent].
Die Integrität des Ringknorpels wird im nativen CT beurteilt — Vorhandensein von Deformität, Resorption oder Verkalkung. Bei fortgeschrittener Stenose kann eine Ringknorpeldeformität oder ein inkompletter Knorpelring sichtbar sein. Normaler Ringknorpel hat dickere posteriore Lamina und dünneren anterioren Bogen. Bei kongenitaler subglottischer Stenose kann das Ringknorpellumen rund statt elliptisch sein.
Berichtssatz
Der Ringknorpel [ist intakt/zeigt Deformität/zeigt Resorptionsbereiche]. Der Knorpelring ist [komplett/inkomplett]. Die Ringknorpellumenform ist [normal elliptisch/zirkulär].
Reife fibrotische subglottische Stenose zeigt keine Diffusionsrestriktion im DWI. Dies ist ein zusätzlicher hilfreicher Befund zur Unterscheidung von malignen subglottischen Läsionen wie PEK. Aktives Granulationsgewebe kann leichte Diffusionsrestriktion zeigen.
Berichtssatz
Keine signifikante Diffusionsrestriktion in der subglottischen Läsion im DWI sichtbar. Keine Befunde sprechen für Malignität.
Die koronare CT-Reformation beurteilt am besten die kraniokaudale Länge, Form (Sanduhr/konisch/tubulär) und Lokalisation (glottisch/subglottisch/tracheal) des stenotischen Segments. Die obere und untere Begrenzung des stenotischen Segments werden unter Verwendung der Stimmlippen und der Carina als Referenzen definiert. Koronare Reformation ermöglicht auch den Vergleich von glottischen und subglottischen Lumendurchmessern — während der normale subglottische Durchmesser breiter als der glottische ist, kehrt sich diese Beziehung bei Stenose um (Sanduhr-Erscheinung). Die Stenoselänge bestimmt die Wahl des chirurgischen Ansatzes: kurzes Segment (<1cm) eignet sich für endoskopische Behandlung, langes Segment (>1cm) kann offene Chirurgie erfordern. Virtuelle Bronchoskopie (VB) kann das endoskopische Erscheinungsbild der Stenose mit 3D-endoluminaler Bildgebung simulieren.
Berichtssatz
In der koronaren Reformation misst die kraniokaudale Länge des subglottischen stenotischen Segments __ mm. Stenoseform ist [Sanduhr/konisch/tubulär]. Restlumendurchmesser beträgt __ mm (Cotton-Myer Grad __). Obere Begrenzung liegt __ mm unterhalb der Stimmlippen, untere Begrenzung auf [Carina/bestimmtes Wirbel]-Höhe.
Kriterien
Lumenverengung <50%
Unterscheidungsmerkmale
Konservative Nachsorge. Meistens asymptomatisch.
Kriterien
Lumenverengung 51-70%
Unterscheidungsmerkmale
Behandlung mit endoskopischer Dilatation, Laser oder Steroidinjektion.
Kriterien
Lumenverengung 71-99% (Grad III) oder kompletter Verschluss (Grad IV)
Unterscheidungsmerkmale
Erfordert chirurgische Rekonstruktion. Laryngotracheale Rekonstruktion oder krikotracheale Resektion.
Unterscheidungsmerkmal
Akute Befunde beim Trauma (Fraktur, Emphysem, Hämatom); chronische fibrotische Verengung bei Stenose.
Unterscheidungsmerkmal
Reinke-Ödem auf glottischer Ebene (Stimmlippen), Stenose auf subglottischer Ebene (Ringknorpel).
Unterscheidungsmerkmal
Epiglottitis betrifft supraglottische Strukturen, akut; Stenose ist subglottisch, chronisch.
Dringlichkeit
urgentManagement
surgicalBiopsie
Nicht erforderlichNachsorge
3-monthCotton-Myer-Grading bestimmt die Therapieentscheidung. Grad I konservativ, Grad II endoskopisch (Dilatation/Laser/Steroid), Grad III-IV chirurgisch (laryngotracheale Rekonstruktion oder krikotracheale Resektion). c-ANCA-Testung ist obligat für GPA-Differentialdiagnose. Aktive Granulation vs. reife Fibrose-Unterscheidung (mit MRT) leitet die Behandlungsstrategie.
Cotton-Myer Grad I (<50% Verengung) konservative Nachsorge, Grad II (51-70%) endoskopische Dilatation/Laser, Grad III (71-99%) und Grad IV (kompletter Verschluss) erfordern chirurgische Rekonstruktion (laryngotracheale Rekonstruktion oder krikotracheale Resektion). c-ANCA-Testung ist kritisch für die GPA-Diagnose.