Adhäsive Dünndarmobstruktion ist eine mechanische Obstruktion durch postoperative peritoneale Adhäsionen, die den Dünndarm einengen oder knicken, und ist die häufigste Ursache der Dünndarmobstruktion (60-75 %). Vorherige abdominale Chirurgie ist der wichtigste Risikofaktor. Im CT werden dilatierte proximale Dünndarmschlingen (>3 cm), kollabierter distaler Darm und ein definitiver Transitionspunkt identifiziert. Strangulationsbefunde: Wandkontrastierungsdefekt, mesenteriales Ödem, 'Whirl Sign' und freie Flüssigkeit — chirurgischer Notfall.
Altersbereich
25-85
Häufigkeitsalter
55
Geschlecht
Gleich
Prävalenz
Häufig
Postoperative Adhäsionen sind ein pathologisches Ergebnis des Heilungsprozesses basierend auf Fibrinablagerung nach peritonealem Trauma. Der normale peritoneale Fibrinolysemechanismus (tPA) wird durch chirurgisches Trauma supprimiert und die Fibrinmatrix organisiert sich zu fibrösen Bandstrukturen. Am Obstruktionspunkt verengt sich das Darmlumen und proximal entwickelt sich Flüssigkeits-/Gasakkumulation mit Dilatation. 'Small Bowel Feces Sign' resultiert daraus, dass Darminhalt durch prolongierte Stase mit partieller Absorption und bakterieller Fermentation fäkales Aussehen annimmt. Strangulation entwickelt sich bei Kompression der Darmwand oder des mesenteralen Gefäßstiels.
Klarer Kaliberwechsel zwischen dilatiertem proximalem und kollabiertem distalem Darm (Transitionspunkt) mit fäkalmaterialähnlichem Darminhalt nahe dem Transitionspunkt — hochgradig suggestive Kombination für adhäsive Dünndarmobstruktion.
Im CT wird ein definitiver Transitionspunkt zwischen dilatierten proximalen Dünndarmschlingen (>3 cm) und kollabiertem distalem Darm identifiziert. Das Kaliber ändert sich am Transitionspunkt abrupt.
Berichtssatz
Transitionspunkt identifiziert auf [Lokalisation]-Niveau im Dünndarm mit proximalen Segmenten dilatiert bis [Wert] cm und kollabierten distalen Segmenten — vereinbar mit adhäsiver Obstruktion.
Nahe des Transitionspunkts zeigt sich gemischter Gas-Partikel-Inhalt im Dünndarm, der Fäkalmaterial ähnelt. Dieser Befund unterstützt die Obstruktionslokalisierung.
Berichtssatz
Small Bowel Feces Sign in der Dünndarmschlinge angrenzend an den Transitionspunkt, unterstützt die Obstruktionslokalisierung.
Bei Strangulation zeigt die Wand des betroffenen Darmsegments keine oder deutlich verminderte Kontrastierung. Dieser Befund reflektiert transmurale Ischämie und ist der zuverlässigste Indikator für chirurgische Notfallindikation.
Berichtssatz
Wandkontrastierungsdefekt im [Lokalisation] Dünndarmsegment, vereinbar mit Strangulation/Ischämie — NOTFALL-chirurgische Konsultation.
Im axialen CT zeigt sich ein rotiertes, verdrehtes Erscheinungsbild mesenterialer Gefäße und Fett ('Whirl Sign'). Deutet auf mesenteriale Torsion (Volvulus) oder interne Herniation hin.
Berichtssatz
Whirl Sign im [Lokalisation] Mesenterium, vereinbar mit mesenterialer Torsion und Closed-Loop-Obstruktion — hohes Strangulationsrisiko.
Bei Closed-Loop-Obstruktion bilden sich Transitionspunkte an beiden Enden eines Darmsegments, das U- oder C-förmig dilatiert erscheint. Konvergieren beide Transitionspunkte am gleichen Punkt, entsteht das 'Beak Sign'.
Berichtssatz
C/U-förmiges isoliertes dilatiertes Segment im [Lokalisation] Dünndarm mit Transitionspunkten an beiden Enden, suggestiv für Closed-Loop-Obstruktion — NOTFALL-chirurgische Evaluation.
Im nativen CT zeigen sich dilatierte, flüssigkeits- und gasgefüllte Dünndarmschlingen. Flüssigkeitsspiegel reflektieren die Obstruktionsdauer.
Berichtssatz
[Anzahl] Dünndarmschlingen dilatiert bis [Wert] cm mit Flüssigkeits-Gas-Inhalt im nativen CT, vereinbar mit mechanischer Obstruktion.
Kriterien
Transitionspunkt vorhanden, keine Strangulationsbefunde. Normale Wandkontrastierung.
Unterscheidungsmerkmale
Löst sich mit konservativer Therapie in 65-80 %. Niedriger Chirurgiebedarf.
Kriterien
Vaskuläre Kompromittierung: Wandkontrastierungsdefekt, mesenteriales Ödem/Flüssigkeit, Pneumatosis.
Unterscheidungsmerkmale
CHIRURGISCHER NOTFALL. Mortalität 25-30 % bei konservativer Therapie, 5-8 % bei früher Chirurgie.
Kriterien
Obstruktionspunkte an beiden Enden des Darmsegments. U/C-förmiges isoliertes dilatiertes Segment.
Unterscheidungsmerkmale
Höchstes Strangulationsrisiko (70-80 %). Whirl Sign kann begleiten. Frühe chirurgische Indikation.
Unterscheidungsmerkmal
Hernie Darmsegment durch Defekt; bei adhäsiver Obstruktion kein Herniendefekt, adhäsives Band durch Inferenz identifiziert
Unterscheidungsmerkmal
Tumor annuläre Masse/Wandverdickung am Transitionspunkt; bei adhäsiver Obstruktion keine Masse am Transitionspunkt
Unterscheidungsmerkmal
Intussuszeption Target/Sausage Sign, teleskopierende Darmschlingen; adhäsive Obstruktion Kaliberwechsel am Transitionspunkt
Unterscheidungsmerkmal
Crohn segmentale Wandverdickung, Skip-Läsionen, Fistel/Abszess; adhäsive Obstruktion keine entzündliche Wandverdickung am Transitionspunkt
Dringlichkeit
emergentManagement
surgicalBiopsie
Nicht erforderlichNachsorge
no-follow-upKonservative Therapie (nasogastrische Dekompression, IV-Flüssigkeit) ist Erstlinientherapie bei einfacher adhäsiver Obstruktion — 65-80 % Erfolgsrate. Strangulations- oder Closed-Loop-Befunde sind NOTFALL-chirurgische Indikationen.
Der adhäsive Dünndarmileus erfordert entweder eine Notfall-Operation oder konservatives Management. Strangulationszeichen (Verlust der Wandanreicherung, Pneumatosis, portales venöses Gas) sind Notfall-OP-Indikationen. Eine chirurgische Adhäsiolyse wird durchgeführt, wenn keine Auflösung eintritt.