Facettengelenkarthropathie (Zygapophysengelenkdegeneration) ist eine wichtige Komponente der spinalen degenerativen Kaskade und verantwortlich für 15-45 % axialer Kreuzschmerzen. Facettengelenke sind Synovialgelenke der posterioren Wirbelsäulenelemente mit Funktionen in segmentaler Stabilität, Lastübertragung und Bewegungseinschränkung. Degenerative Kaskade: Bandscheibendegeneration → segmentale Instabilität → erhöhte Last auf Facettengelenke → Knorpelverlust, subchondrale Sklerose, Osteophyten, Kapsellaxizität und Synovialhypertrophie. CT zeigt Knochendetails am besten. MRT beurteilt Facettengelenkerguss und Synovialhypertrophie. Facettenarthropathie trägt häufig zur Spinalkanalstenose bei. Diagnostische Facettenblockade ist zuverlässigste Bestätigungsmethode. Behandlung: intraartikuläre Steroidinjektion, Medial-Branch-Blockade, Radiofrequenz-Neurotomie.
Altersbereich
40-85
Häufigkeitsalter
60
Geschlecht
Gleich
Prävalenz
Sehr häufig
Facettengelenke sind echte Synovialgelenke mit hyalinem Knorpel, Synovialmembran, Gelenkkapsel und Synovialflüssigkeit. Degenerativer Prozess: Bandscheibendegeneration → segmentaler Höhenverlust → erhöhte Last auf posteriore Elemente → Facettengelenkknorpel überlastet → Knorpelfibrillation und -ausdünnung → subchondraler Knochen unter Stress → Sklerose und zystische Veränderungen → Osteophyten → Kapsellaxizität → Synovialentzündung und -hypertrophie → Gelenkerguss. Facettengelenkmorphologie beeinflusst Degeneration: sagittal orientierte Facetten (häufig bei L4-5) sind anfälliger für anteriores Gleiten. MRT-Erguss erscheint hyperintens in T2 weil Synovialflüssigkeit wasserbasiert ist → lange T2. Ligamentum flavum ist kontinuierlich mit Facettenkapsel und Facettendegeneration triggert Ligamenthypertrophie.
Hyperintense Flüssigkeit (Erguss) im Facettengelenkspalt mit hypertrophischer Facettengelenkmorphologie in T2-gewichteter MRT. Diagnostische Kombination aktiver degenerativer Facettenarthropathie.
Alle Komponenten der Facettengelenkdegeneration werden im CT am besten dargestellt: Gelenkspaltverengung (normal 2-4 mm → <2 mm), subchondrale Sklerose, Osteophyten, subchondrale Zysten, Vakuumphänomen. Facettenmorphologie und Auswirkung der Hypertrophie auf den Spinalkanal werden in axialen Schnitten beurteilt.
Berichtssatz
Gelenkspaltverengung, subchondrale Sklerose und Osteophyten in __[bilateralen/linken/rechten] Facettengelenken auf __ Ebene im CT, vereinbar mit degenerativer Facettenarthropathie.
Hyperintense Flüssigkeitsansammlung im Facettengelenkspalt in T2-gewichteter MRT — Facettengelenkerguss. Normales Facettengelenk enthält minimale Synovialflüssigkeit; pathologischer Erguss ist als Flüssigkeitsansammlung >2 mm definiert. Erguss zeigt aktive Degeneration, Synovitis oder Instabilität an.
Berichtssatz
Facettengelenkerguss auf __ Ebene __[bilateral/links/rechts] in MRT T2, hinweisend auf aktive degenerative Arthropathie.
Kontrastmittelaufnahme der verdickten Synovialmembran um das Facettengelenk in Kontrast-MRT — Indikator aktiver Synovitis. Synovialhypertrophie erscheint als isointens-leicht hyperintenses verdicktes Gewebe in T1 und zeigt prominentes Enhancement nach Gadolinium.
Berichtssatz
Synoviales Enhancement in Facettengelenken auf __ Ebene in Kontrast-MRT, vereinbar mit aktiver Synovitis.
Facettengelenkhypertrophie trägt zu posterolateraler Kanalverengung und lateraler Rezessusstenose bei. In axialer CT reduzieren hypertrophe Facetten mit Osteophyten die laterale Rezessustiefe (normal >5 mm, Stenose <3 mm). Laterale Rezessusstenose betrifft die traversierende Nervenwurzel.
Berichtssatz
Facettengelenkhypertrophie und Osteophyten auf __ Ebene __[bilateral/links/rechts] beitragend zur lateralen Rezessusstenose im CT mit lateraler Rezessustiefe von __ mm.
Ligamentum-flavum-Hypertrophie begleitend zur Facettenarthropathie: bilaterales posterolaterales T2-hypointenses verdicktes Band (>4-5 mm). Ligamentum flavum ist kontinuierlich mit Facettenkapsel — Facettendegeneration triggert Ligamenthypertrophie. Hypertrophes Ligament knickt zum Spinalkanal und verursacht posteriore Verengung.
Berichtssatz
Bilaterale Ligamentum-flavum-Hypertrophie (__ mm) auf __ Ebene, beiträgt zur posterolateralen Spinalkanalverengung zusammen mit Facettenarthropathie.
Kriterien
Minimale Gelenkspaltverengung, minimale Osteophyten, Knorpelverlust <50 %, kein oder minimaler Erguss
Unterscheidungsmerkmale
Gewöhnlich asymptomatisch oder leichter axialer Schmerz. Minimaler Beitrag zur Stenose. Konservative Therapie ausreichend
Kriterien
Deutliche Gelenkspaltverengung, prominente Osteophyten, subchondrale Sklerose/Zysten, Erguss vorhanden
Unterscheidungsmerkmale
Kann Quelle axialer Schmerzen sein. Beitrag zur lateralen Rezessusstenose. Facettenblockade/Steroidinjektion als Behandlungsoption
Kriterien
Gelenkspalt ausgelöscht, massive Osteophyten, Knochen-auf-Knochen-Kontakt, Vakuumphänomen, Instabilität/Subluxation
Unterscheidungsmerkmale
Signifikanter Stenosebeitrag. Risiko degenerativer Spondylolisthesis. Synovialzyste kann sich entwickeln. Operation kann erwogen werden
Unterscheidungsmerkmal
Synovialzyste ist zystische Struktur vom Facettengelenk (T2-hyperintense Zyste + Randenhancement); Facettenarthropathie ist diffuse Gelenkdegeneration (Erguss bleibt im Gelenk)
Unterscheidungsmerkmal
Spinalkanalstenose ist das Ergebnis der Kanalverengung, Facettenarthropathie ist eine der Ursachen; Stenose umfasst Beitrag mehrerer Strukturen
Unterscheidungsmerkmal
Degenerative Spondylolisthesis kann fortgeschrittene Folge der Facettenarthropathie sein; Facettenarthropathie ohne Gleiten ist stabile Degeneration
Dringlichkeit
routineManagement
conservativeBiopsie
Nicht erforderlichNachsorge
12-monthFacettengelenkarthropathie ist für 15-45 % axialer Kreuzschmerzen verantwortlich. Diagnostische Facettenblockade ist zuverlässigste Bestätigungsmethode. Behandlungsschritte: Physiotherapie + NSAIDs → diagnostische Medial-Branch-Blockade → intraartikuläre Steroidinjektion → Radiofrequenz-Neurotomie. Chirurgie nur bei begleitender Stenose oder Instabilität.
Facettengelenkarthropathie ist eine wichtige Quelle axialer Rückenschmerzen und wird für 15-45 % der mechanischen Rückenschmerzen verantwortlich gemacht. Schmerz nimmt typischerweise bei Extension zu und bei Flexion ab. Diagnostische Facettenblockade (Lokalanästhetikum-Injektion) ist die zuverlässigste Bestätigungsmethode. Behandlung: Physiotherapie, NSAIDs, intraartikuläre Steroidinjektion, Medial-Branch-Blockade und Radiofrequenz-Neurotomie (langfristige Schmerzkontrolle). Facettenarthropathie trägt häufig zur Spinalkanalstenose bei und kann eine Dekompressionsoperation erfordern.