Spinale Synovialzyste ist eine intraspinale zystische Formation, die von einem degenerativen Facettengelenk ausgeht, mit Synovialmembran ausgekleidet ist und Synovialflüssigkeit oder hämorrhagischen Inhalt enthält. L4-5 ist das am häufigsten betroffene Segment (65-70 %), gefolgt von L5-S1 und L3-4. Die Zyste ragt von der medialen Seite des Facettengelenks auf Höhe des Ligamentum flavum in den posterioren Epiduralraum und kann zum Spinalkanal wachsen. In MRT-T2-gewichteten Sequenzen erscheint sie als hyperintense zystische Läsion; kapsulares Randenhancement in Kontrast-MRT ist typisch. Hämorrhagische Variante kann T1-Hyperintensität zeigen. Facettengelenkdegeneration begleitet fast immer. Behandlung: konservative Beobachtung, CT-gesteuerte Aspiration + Steroidinjektion, chirurgische Resektion.
Altersbereich
50-80
Häufigkeitsalter
65
Geschlecht
Gleich
Prävalenz
Selten
Synovialzysten sind eine Komplikation der Facettengelenkdegeneration. Pathogenese: Facettengelenkdegeneration → Kapsellaxizität + Synovialentzündung → erhöhte Synovialflüssigkeitsproduktion + erhöhter intraartikulärer Druck → Synovialmembran herniiert durch kapsulären Schwachpunkt → Zyste bildet sich zum posterioren Epiduralraum. Zystenwand mit Synovialmembran ausgekleidet (echte Synovialzyste) oder ohne (Ganglionzyste). L4-5 häufigsten weil dieses Segment die meiste Flexions-Extensions-Bewegung erfährt. Klarer Zysteninhalt: T1-hypointens, T2-hyperintens (wasserbasiert). Hämorrhagische Zyste: T1-Hyperintensität durch Methämoglobin. Kapsulares Enhancement: Vaskulärität der Synovialmembran → Gadoliniumakkumulation.
T2-hyperintense zystische Läsion im posterolateralen Epiduralraum mit Kontinuität zum Facettengelenk — pathognomonischer Befund der spinalen Synovialzyste. Bestätigt Ursprung vom Facettengelenk und Synovialflüssigkeitsinhalt.
Hyperintense (Flüssigkeitssignal) zystische Läsion im posterolateralen Epiduralraum mit Kontinuität zum Facettengelenk in T2-gewichteter MRT. Ovale oder lobulierte Morphologie, gut abgrenzbar, dünnwandig. Auf Ligamentum-flavum-Ebene gelegen, ragt zum Spinalkanal. Einfache Synovialzyste homogen T2-hyperintens; hämorrhagischer Inhalt kann heterogenes Signal oder Flüssigkeits-Flüssigkeits-Spiegel zeigen.
Berichtssatz
T2-hyperintense zystische Läsion im posterolateralen Epiduralraum mit Kontinuität zum __[linken/rechten] Facettengelenk auf __ Ebene, vereinbar mit Synovialzyste; __[leichter/mäßiger/signifikanter] Masseneffekt auf den Thekalsack.
Hyperintenses Erscheinungsbild des Zysteninhalts in T1-gewichteter MRT — charakteristischer Befund der hämorrhagischen Synovialzyste. Einfache Zyste ist T1-hypointens, Methämoglobinakkumulation nach intrazystischer Blutung erzeugt T1-Hyperintensität.
Berichtssatz
Posterolaterale epidurale zystische Läsion auf __ Ebene mit T1-hyperintensem Signal, vereinbar mit hämorrhagischer Synovialzyste.
Dünnes kapsulares Randenhancement um die Zyste in Kontrast-MRT — typisches Enhancement-Muster der Synovialzyste. Zysteninhalt nimmt kein Kontrastmittel auf, vaskularisierte Synovialmembran in Zystenwand nimmt auf → ringförmiges peripheres Enhancement.
Berichtssatz
Dünnes kapsulares Randenhancement um posterolaterale epidurale zystische Läsion auf __ Ebene in Kontrast-MRT, vereinbar mit Synovialzyste.
Hyperdensenwandige zystische Läsion im posterioren Epiduralraum auf Facettengelenkebene im CT — kalzifizierte Synovialzyste. Kalziumablagerung in der Zystenwand chronischer Synovialzysten. CT zeigt Verkalkung viel besser als MRT.
Berichtssatz
Kalzifiziertwandige zystische Läsion im posterioren Epiduralraum auf __[linker/rechter] Facettengelenkebene auf __ im CT, vereinbar mit kalzifizierter Synovialzyste.
Synovialzyste ragt in den Spinalkanal und verursacht Thekalsack- und/oder Nervenwurzelkompression. In axialer T2 verlagert die Zyste den Thekalsack kontralateral und/oder komprimiert die traversierende Nervenwurzel.
Berichtssatz
Posterolaterale epidurale Synovialzyste auf __ Ebene __[links/rechts] verursacht Masseneffekt auf Thekalsack und komprimiert die __[traversierende/austretende] Nervenwurzel.
Kriterien
Klarer Synovialflüssigkeitsinhalt, T1-hypointens, T2 homogen hyperintens, dünne regelmäßige Wand
Unterscheidungsmerkmale
Häufigste Variante. CSF-ähnliches Signal. Besseres Ansprechen auf Aspiration + Steroidinjektion
Kriterien
Intrazystische Blutung, T1-hyperintens (Methämoglobin), T2 heterogen, kann Flüssigkeits-Flüssigkeits-Spiegel haben
Unterscheidungsmerkmale
Kann akut präsentieren. T1-Hyperintensität stärkt Diagnose. Niedrigeres Ansprechen auf Aspiration
Kriterien
Wandverkalkung, hyperdenser Ring im CT, hypointenser Rand im MRT
Unterscheidungsmerkmale
Bei chronischen Zysten. CT ergänzend in Diagnostik. Aspiration kann schwierig sein. Chirurgische Resektion bevorzugt
Unterscheidungsmerkmal
Bandscheibenvorfall ist solide/intermediäre Signalstruktur vom Bandscheibenniveau; Synovialzyste ist T2-hyperintense zystische Morphologie mit Facettengelenkkontinuität
Unterscheidungsmerkmal
Facettenarthropathie ist diffuse Gelenkdegeneration (Erguss bleibt im Gelenk); Synovialzyste ist zystische Formation die aus dem Gelenk hervorragt
Unterscheidungsmerkmal
Spinalkanalstenose ist diffuse Kanalverengung; Synovialzyste ist fokale zystische Läsion die zur Stenose beitragen kann aber primäre Pathologie ist die Zyste selbst
Dringlichkeit
routineManagement
conservativeBiopsie
Nicht erforderlichNachsorge
6-monthAsymptomatische Synovialzysten erfordern keine Behandlung. Behandlungsschritte für symptomatische Zysten: konservativ → CT-gesteuerte Aspiration + Steroidinjektion (50-75 % Erfolg) → chirurgische Resektion (85-95 % Erfolg). Dekompression + Fusion bei Instabilität. Cauda-equina-Syndrom erfordert Notoperation.
Symptomatische Synovialzysten können Radikulopathie, neurogene Claudicatio oder Cauda-equina-Syndrom verursachen. Asymptomatische Zysten benötigen keine Behandlung. Optionen für symptomatische Fälle: CT-gesteuerte Aspiration + Steroidinjektion (variable Erfolgsrate), chirurgische Resektion (definitivste Behandlung, mit Facettengelenk entfernt). Spontane Regression wurde selten berichtet. Dekompression + Fusion kann bei Instabilität erforderlich sein.